HeinzelcheeseLetter für den Oktober 2025: die Summe des letzten Sommers vom Käser und vom Winzer, und wichtige Gedanken zu Klima, Kühen und dem Grün, auf dem sie stehen sollten

Herbstsonne. Schluss mit fetten Sommerwiesen. Zeit für die Lese. Wie gut, dass sich Milch und Trauben sorgsam konserviert den ganzen Winter über genießen lassen, ja, uns eigentlich den Sommer auch in die dunkelsten und kältesten Tage bringen. » Weiterlesen…

Der Heinzelwein-Dreier für den Dezember 2022: Wein und Heimat

Ich mag keinen Glühwein, aber ich freue mich immer wieder auf viele andere Dezember-Rituale: Kerzen auf dem Adventskranz, Kalendertürchen öffnen, Lebkuchen backen. Und Weihnachtsmusik, von Kitsch bis Bach-Oratorium. Weihnachtsfeiern: eher schwierig, nicht zuletzt, weil der Jahres-Endspurt sich jedes Jahr aufs Neue leicht atemlos gestaltet, soviel in so wenige Tage passen soll und gleichzeitig Dunkelheit und Kälte unserer Breitengrade einen so gnadenlosen Trennstrich zwischen denen mit einem warmen Zuhause und jenen ohne ziehen; all die Rituale es schwierig machen, über kulturelle Grenzen hinweg miteinander zu sein. » Weiterlesen…

Heinzelwein-Dreier für den September 2022: das Leben ist kein Hochglanzmagazin (Riesling, Spätburgunder, die Ahr und die Ukraine)

Was hat das Ahrtal mit der Ukraine zu tun? Beide befinden sich im Ausnahmezustand, kämpfen im Alltag um ein Minimum von Normalität – was im Fall der Ahr, wo die Flutkatastrophe über ein Jahr zurückliegt, genauso unfaßbar ist wie beim andauernden Krieg in unserem Beinahe-Nachbarland.
Was hat das wiederum mit Riesling und Spätburgunder zu tun? Zuerst und grundsätzlich: wie auf dem Höhepunkt der Coronazeit finde ich persönlich das alles ohne Wein schwer zu ertragen (andere drehen sich lieber einen dicken Joint – auch gut, aber nicht mein Ding). » Weiterlesen…

Heinzelwein-Dreier für den Mai 2022: Heimat und Handwerk im Glas, und dazu Gedanken und Erinnerungen zum Flüchten

Hier in Berlin – meiner Heimat – ist der Frühling regelmäßig eine Erinnerung daran, daß Erneuerung immer wieder geschieht und möglich ist. Des Winters frösteliges Grau scheint unendlich, treibt alle Nichtberliner*innen an die Grenzen der seelischen Belastbarkeit… und dann drückt plötzlich doch das junge Grün aus dem Boden, platzen Knospen auf und leuchten, ersetzen die Vögel den morgendlichen Wecker. » Weiterlesen…