Heinzelcheesetalk #74: Italien. Amore, Sonne – und Käse. Freitag… so bald wie möglich

Keine Ahnung, wie es Euch geht, aber ich bin gerade auf “jetzt erst recht” gepolt. Ja, auf alle Fälle super vorsichtig sein, Maske tragen, Abstand halten und lüften bis zum A…abfrieren – aber trotzdem treffen. Und deshalb, wenn es schon keine Cheese geben kann (da nützt aller Trotz nichts, leider): Heinzelcheesetalk. Mit italienischem Käse. » Weiterlesen…

Heinzelwein-Dreier für den Oktober 2020: Sanftes Rot, herbes Rot, aus Portugal – und atmen. Mit Rilke.

Der Herbst ist da. Was beruhigend ist, weil anscheinend manche, wenige Dinge doch noch einigermaßen nach Plan laufen. Die Sonne ist sanfter, das Licht wärmer und mein Rosé-Durst gedämpft. Klischee-Auftakt, ich weiß… aber keine Angst, ich komm Euch nachher nicht mit dem “Herbsttag”, denn dieser Sommer war nicht “sehr groß”. Aber das stete Verändern, und ganz besonders dieser Übergang von Fülle bis Unerträglichkeit des Sommers zur sanften Melancholie des Herbsts sind für mich… ja, was? Tiefer Grund zur Freude, zu einem einzigen großen Lächeln, außen, innen – da habt Ihr es: nicht nur Klischee, sondern auch noch sentimental. Mach’nen Punkt, Lady! Ok, Ihr habt ja recht, und Wein kommt. Aus Portugal. » Weiterlesen…

Heinzelcheesetalk #73 Böh und bäh: Käse aus Schafsmilch. Freitag, 9. Oktober 2020

Nachdem wir uns beim letzten Heinzelcheesetalk intensiv mit Ziegenkäse in all seiner Vielfalt auseinandergesetzt haben, sind dieses Mal die Schafe an der Reihe. Ursprünglich waren sich die beiden ausgesprochen ähnlich, und die Archäologen haben Mühe, sie in Funden aus den Anfängen unserer Zivilisation exakt auseinanderzuhalten. Doch über die Jahrtausende hat sich einiges geändert! Im Gegensatz zur würzigen Ziegenmilch ist Schafsmilch ein unglaubliches Konzentrat und kann bereits pur wie feinstes Gelato schmecken… » Weiterlesen…

Heinzelcheesetalk #72: Ziegen. Käse. In allen Formen. Freitag, 4. September 2020

Nach dem erfolgreichen ersten Test-Run Mitte August ging es gleich weiter – schließlich besteht Aufholbedarf! Und ich wußte: es muß um Ziegenkäse gehen. Vielleicht war es die Erinnerung an meinen Besuch bei Sabine Ferrari im Juli letzten Jahres, die Fahrt durch die lavendelduftende Provence in brütender Hitze, um endlich zu begreifen, was es mit dem Banon tatsächlich auf sich hat. Oder die Aussicht auf einige Käse von Sabine Jürss, die in Münster die großartige Milch ihrer Scellebelle-Ziegen zu kleinen Schmuckstücken verarbeitet. Oder oder oder… » Weiterlesen…

Heinzelwein-Dreier für den August 2020: Zwei weiße Balkon-Burgunder und Gedanken zum Leben und der Welt mit Carolyn Steel

Dies ist der Sommer der Ausflüge in die Umgebung, der Picknicks im Park, vor allem aber, in meinem Fall, der langen Abende auf dem Balkon. Als sei ich all die letzten Jahre auf Vorrat gereist, zieht es mich im Moment so überhaupt gar nicht in die Welt hinaus, sondern zu Geranie, Clematis und Spatzenkrakeel, mit Blick auf eine große Pappel, ein Stück Himmel über Berlin, die blinkende Spitze des Fernsehturms und, spätabends, die flattrigen Runden zweier Fledermäuse. Ich habe Kabeljau in Neufundland, braunen Käse auf den Lofoten und Croissants am Hafen von Marseille aus vollem Herzen genossen – doch im Moment ist mein Balkon für mich der schönste Speisesaal. » Weiterlesen…

Heinzelcheesetalk #71: Quarantänefreier Ausflug nach Spanien und Frankreich. 14. August 2020

Was bis jetzt absolut gar nichts geschafft hat, nämlich uns, Euch, mich von unserm Tisch in der Markthalle Neun und dem monatlichen Heinzelcheesetalk rund um Käse (und Wein) abzuhalten: Corona hat’s vollbracht. Denn Treffen ging natürlich gar nicht, die Halle hatte Glück, daß sie den Grundversorgungsbetrieb aufrecht erhalten durfte und konnte und dann auch wieder Gastronomie möglich war. Es war und ist immer noch total verrückt, surreal, für manche aber leider sehr real… Doch dann endlich, nachdem wir gekocht, uns arrangiert, an neue Umgangsformen gewöhnt hatten, trafen wir uns in der Nähe “unseres” Tisches, in krisengerechter, lockerer Aufstellung. » Weiterlesen…

Heinzelwein-Dreier im März 2020: Wach. Und (un)ruhig. Und grau, aber hell.

Nein, es soll hier nicht ums Wetter gehen, und auch nicht um die Gesundheit. Eigentlich wollte ich aus Paris schreiben, den guten alten Macho Hemingway in seinen noch jugendlichen Jahren mit seiner uneingeschränkten Trinkfreudigkeit zu Wort kommen lassen, Euch entsprechende Weine ans bacchusgeneigte Herz legen… Aber nein. Paßt nicht. Die Stimmung ist anders. Das herrschende Grau ist nicht das des Pariser Frühlingshimmels, sondern eines, das sich gerade versucht, in unsere sowieso schon belasteten Seelen zu schleichen und Panik zu verbreiten. » Weiterlesen…

Heinzelcheesetalk #70: Biodynamisch – was heißt das eigentlich? Wir haben es ergründet. Auf dem Käsebrett und vor allem auch im Weinglas, zusammen mit dem rheinhessischen Demeter-Winzer Alexander Gysler am Freitag, 28. Februar 2020

Hurra! Alexander Gysler vom gleichnamigen Weingut in Weinheim bei Alzey kommt nach Berlin, er bringt Wein mit – und ich organisiere dazu Käse, die ebenso nach biodynamischen Grundsätzen entstanden sind, wie sie beim Weingut Gysler gelten. Aber was bedeutet das eigentlich? Super-Bio? Spinnerei? Kuhhörner vergraben bei Mondenschein? Und: wie macht es sich bemerkbar? Kann man das schmecken? » Weiterlesen…

Heinzelwein-Vierer (!) im Februar 2020: Rot, bittersüß und säurefroh – für die vielen Seiten in uns.

Dieser Dreier ist ein Vierer. Weil ich so definitiv keinen Lieblingswein habe, sondern mich im Gegenteil momentan ganz besonders schwer entscheiden kann. Und in jedem von uns so viele stecken! Gerade noch heiter und zuversichtlich bin ich auf einmal von Zweifeln geplagt, bekomme positives Feedback und spüre zugleich, wie sich in mir das Impostor-Syndrom regt… Und statt Gedicht gibt es diesmal dies: Olafur Eliassons Installation Your Uncertain Shadow. Weil ich finde, daß es diese vielen Ichs in uns verbildlicht – auch wenn sie nicht immer alle so hübsch bunt sind. » Weiterlesen…

Heinzelcheesetalk #69: Dänemark! Und ein bißchen Schweden… Freitag, 24. Januar 2020

Achtung, sehr ichbezogener Einstieg: Ich war in Kopenhagen, im Noma. Hach. Zum dritten Mal, nach zehn Jahren… und ja, das ist auch in seiner neuen Inkarnation ganz wunderbar, und ja, ich war eingeladen, und nein, diese Brutstätte der gastronomischen Innovation in ihrer besten Form ist immer noch keine Käse-Hochburg. Weniger ichbezogene Fortsetzung: ich war für Euch in den einschlägigen Käseläden der schönen, pulsierenden, ambitionierten Hauptstadt des Hygge. Auch ohne Noma-Input hat sich da viel getan… » Weiterlesen…