Heinzelwein-Dreier für den September 2022: das Leben ist kein Hochglanzmagazin (Riesling, Spätburgunder, die Ahr und die Ukraine)

Was hat das Ahrtal mit der Ukraine zu tun? Beide befinden sich im Ausnahmezustand, kämpfen im Alltag um ein Minimum von Normalität – was im Fall der Ahr, wo die Flutkatastrophe über ein Jahr zurückliegt, genauso unfaßbar ist wie beim andauernden Krieg in unserem Beinahe-Nachbarland.
Was hat das wiederum mit Riesling und Spätburgunder zu tun? Zuerst und grundsätzlich: wie auf dem Höhepunkt der Coronazeit finde ich persönlich das alles ohne Wein schwer zu ertragen (andere drehen sich lieber einen dicken Joint – auch gut, aber nicht mein Ding). » Weiterlesen…

Heinzelwein-Dreier für den August 2022: zwei Weiße aus dem Baskenland und Südafrika und Gedanken zur Gewohnheit, von Michel de Montaigne

Ich war lange nicht im Baskenland, habe aber wunderbare Erinnerungen an Atlantik und Pyrenäen in den Sommerferien. Wein war damals allerdings noch nicht so richtig Thema, da hat sich viel getan – so wie sich auch die politische Situation nach den Terroranschlägen der ETA glücklicherweise sehr zum Besseren gewendet hat. Der 2019 Tantaka von Juanjo Tellaetxe ist mir diesen Sommer in Cornwall begegnet. » Weiterlesen…

Heinzelwein-Dreier für den Juli 2022: Weiße von Etna und Adria und Gedanken zu Sprache und Verständnis

Zwei frische Weißweine aus dem Süden – aber damit hat es sich auch schon erledigt mit den Gemeinsamkeiten, außer daß ich beiden neulich auf dem Sublime-Weinfest in der Elisabethkirche in Berlin begegnet bin. Da Ihr zweifellos Durst habt, ohne große Umwege zur Sache… » Weiterlesen…

Heinzelwein-Dreier für den Juni 2022: rotbeschwingtes Ungarn und ein weißer Fels in der Brandung aus Südtirol, dazu Gedanken über die Bedeutung des Unverfügbaren

Mitte Mai war ich in Düsseldorf auf der Prowein, der größten und wichtigsten internationalen Fach-Weinmesse, die letztes und vorletztes Jahr wie so viele Veranstaltungen abgesagt werden mußte. Dieses Jahr fand sie ungewohnt spät statt und war deutlich ruhiger als sonst – aber auch deutlich glücklicher. Endlich wieder all die vertrauten Gesichter zu sehen, mit Menschen statt Bildschirmen sprechen! Es waren viele gute Begegnungen, und viele großartige Weine. » Weiterlesen…

Heinzelwein-Dreier für den Mai 2022: Heimat und Handwerk im Glas, und dazu Gedanken und Erinnerungen zum Flüchten

Hier in Berlin – meiner Heimat – ist der Frühling regelmäßig eine Erinnerung daran, daß Erneuerung immer wieder geschieht und möglich ist. Des Winters frösteliges Grau scheint unendlich, treibt alle Nichtberliner*innen an die Grenzen der seelischen Belastbarkeit… und dann drückt plötzlich doch das junge Grün aus dem Boden, platzen Knospen auf und leuchten, ersetzen die Vögel den morgendlichen Wecker. » Weiterlesen…

Heinzelwein-Dreier für den April 2022: Wein aus Slowenien und Kunst aus Kriegszeiten

Der Heinzelwein-Dreier ist eine monatliche Serie, die Ihr hier abonnieren könnt. Ich war noch nie in Slowenien, hoffe das aber so bald wie möglich zu ändern, nicht zuletzt wegen der Weine des kleinen Landes zwischen Alpen, Karpaten und Adria. Wie so vieles » Weiterlesen…

Heinzelwein-Dreier für den März 2022: Rosé und Rot in Paris, um das Grau zu lindern, und der Hase mit den Bernsteinaugen vs die Vergänglichkeit der Dinge

Drei Tage Anfang März in Paris klingt ganz wunderbar, und war es einerseits auch, und andererseits zog sich natürlich auch darüber der allgemeine, düstere Grauschleier, den der unfaßbare Krieg gegen die Ukraine über alles und jeden Moment legt. Ich hatte mich auf den Salon du Fromage, lange nicht gesehene Freunde und das so ganz besondere Licht an der Seine gefreut – und sah mich, wie wir alle, mit innerlich nagenden Fragezeichen zu alldem konfrontiert. Es gibt viele Ansätze, damit mehr oder weniger zurechtzukommen, zu meinem gehört definitiv Wein. » Weiterlesen…

Heinzelwein-Dreier für den Februar 2022: Weiterziehen und Wurzeln schlagen, in Carnuntum und der Emilia-Romagna, Jugoslawien und Hamburg

Herkommen, hingehen… beginnen wir heute mit dem Buch, ist ja sowieso nur noch weniges unverändert, läßt sich also auch der Heinzelwein-Dreier vom einstigen Schluß her angehen. Daher: Saša Stanišić und sein autobiographischer Roman Herkunft, die Geschichte der bosnischen Heimatstadt seiner Kindheit und dem Ankommen der vor dem Krieg geflüchteten Familie in Heidelberg. » Weiterlesen…

Heinzelwein-Dreier für den Januar 2022: zum Atemholen, und trotzdem Genießen

Um es gleich vorwegzunehmen: nein, der Januar ist kein trockener im Heinzelcheese-Land. Aber er ist ein bißchen ruhiger und entspannter in Sachen Alkohol. Und deshalb hier, ohne viel Brimborium, aus den Tiefen meiner Winterschlafhöhle, nach vielen langen Spaziergängen und einem Stapel Bücher, zwei Empfehlungen. » Weiterlesen…

Heinzelwein-Dreier zum Jahresende 2021: Innehalten, Atem holen, nachdenken

Der Heinzelwein-Dreier ist eine monatliche Serie, die Ihr hier abonnieren könnt. Wie versprochen, hier der Dezember-Heinzelwein zum zweiten, weil schon so viele Türchen im Adventskalender offen sind (ich weiß, leicht kindisch, so ein Teil, aber irgendwie auch nett) und Ihr nach Maria » Weiterlesen…