Heinzelwein-Dreier für den Mai 2022: Heimat und Handwerk im Glas, und dazu Gedanken und Erinnerungen zum Flüchten

Hier in Berlin – meiner Heimat – ist der Frühling regelmäßig eine Erinnerung daran, daß Erneuerung immer wieder geschieht und möglich ist. Des Winters frösteliges Grau scheint unendlich, treibt alle Nichtberliner*innen an die Grenzen der seelischen Belastbarkeit… und dann drückt plötzlich doch das junge Grün aus dem Boden, platzen Knospen auf und leuchten, ersetzen die Vögel den morgendlichen Wecker. » Weiterlesen…

Heinzelwein-Dreier für den April 2022: Wein aus Slowenien und Kunst aus Kriegszeiten

Der Heinzelwein-Dreier ist eine monatliche Serie, die Ihr hier abonnieren könnt. Ich war noch nie in Slowenien, hoffe das aber so bald wie möglich zu ändern, nicht zuletzt wegen der Weine des kleinen Landes zwischen Alpen, Karpaten und Adria. Wie so vieles » Weiterlesen…

Heinzelwein-Dreier für den März 2022: Rosé und Rot in Paris, um das Grau zu lindern, und der Hase mit den Bernsteinaugen vs die Vergänglichkeit der Dinge

Drei Tage Anfang März in Paris klingt ganz wunderbar, und war es einerseits auch, und andererseits zog sich natürlich auch darüber der allgemeine, düstere Grauschleier, den der unfaßbare Krieg gegen die Ukraine über alles und jeden Moment legt. Ich hatte mich auf den Salon du Fromage, lange nicht gesehene Freunde und das so ganz besondere Licht an der Seine gefreut – und sah mich, wie wir alle, mit innerlich nagenden Fragezeichen zu alldem konfrontiert. Es gibt viele Ansätze, damit mehr oder weniger zurechtzukommen, zu meinem gehört definitiv Wein. » Weiterlesen…

Heinzelwein-Dreier für den Februar 2022: Weiterziehen und Wurzeln schlagen, in Carnuntum und der Emilia-Romagna, Jugoslawien und Hamburg

Herkommen, hingehen… beginnen wir heute mit dem Buch, ist ja sowieso nur noch weniges unverändert, läßt sich also auch der Heinzelwein-Dreier vom einstigen Schluß her angehen. Daher: Saša Stanišić und sein autobiographischer Roman Herkunft, die Geschichte der bosnischen Heimatstadt seiner Kindheit und dem Ankommen der vor dem Krieg geflüchteten Familie in Heidelberg. » Weiterlesen…

Heinzelwein-Dreier für den Januar 2022: zum Atemholen, und trotzdem Genießen

Um es gleich vorwegzunehmen: nein, der Januar ist kein trockener im Heinzelcheese-Land. Aber er ist ein bißchen ruhiger und entspannter in Sachen Alkohol. Und deshalb hier, ohne viel Brimborium, aus den Tiefen meiner Winterschlafhöhle, nach vielen langen Spaziergängen und einem Stapel Bücher, zwei Empfehlungen. » Weiterlesen…

Heinzelwein-Dreier zum Jahresende 2021: Innehalten, Atem holen, nachdenken

Der Heinzelwein-Dreier ist eine monatliche Serie, die Ihr hier abonnieren könnt. Wie versprochen, hier der Dezember-Heinzelwein zum zweiten, weil schon so viele Türchen im Adventskalender offen sind (ich weiß, leicht kindisch, so ein Teil, aber irgendwie auch nett) und Ihr nach Maria » Weiterlesen…

Heinzelwein-Dreier für den Dezember 2021: leuchtende Bubbles, Weißwein für Freunde und fürs Klima – und der Catch of the Day für die Seele, von Nabaneeta Dev Sen

Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber in Heinzelcheese-Land ist der Dezember allen guten Vorsätzen zum Trotz anfangs ziemlich anstrengend. Ja, auch schön, aber bis so die richtige Weihnachtskekse-Kerzen-Tannenbaum-Feierstimmung und in meinem Fall die Ruhe des Winterschlafs am Jahresende eintritt, ist alles eng getaktet. Alles muß irgendwie noch vor den Feiertagen fertig werden, alle möchten sich nochmal treffen (selbst dieses Jahr!), gleichzeitig ist es dunkel und kalt. Deshalb: bevor es im Weinglas ans Edle, Besondere, Feierliche geht (das bekommt Ihr auch noch rechtzeitig in einem zweiten Dezember-Dreier), hier zwei Weine, damit wir es überhaupt noch soweit schaffen. » Weiterlesen…

Heinzelwein-Dreier für den November 2021: Neues wagen, mit zwei Weinen vom Weingut Rudolf May in Retzstadt/Franken, und der Küchen-Aktivistin Joshna Maharaj

Es ist eine Platitüde, ja, und doch wert, immer wieder in Erinnerung gerufen zu werden: Leben ist ständige Veränderung. Punkt. Damit anheim gehen jedoch beinahe immer: Befürchtungen, Aggression, und dadurch auch Trägheit und Widerstand, Mutlosigkeit. Warum nur macht uns das Neue und Ungewohnte soviel Angst? Fängt schon mit den Jahreszeiten an (und hört auf politischer Ebene beileibe nicht auf – aber das ist eine andere Geschichte): Herbst, dunkel, feucht – jammer. Na und? Licht und Wärme kommen auch und vor allem von innen. » Weiterlesen…

Heinzelwein-Dreier für den Oktober 2021: Zwei Weine aus Rumänien und Gillian Tetts Anthro-Vision – die Erweiterung des Horizonts

In den letzten Monaten ist es mir immer wieder aufgefallen: die Land-, Wein- und Lebensmittelwirtschaft hierzulande funktioniert zu großen Teilen, weil ziemlich viele willige, begabte, engagierte Menschen aus Rumänien dabei tatkräftig mit von der Partie sind. Ich habe nicht mal aktiv dazu recherchiert, es kam einfach immer wieder vor. Was mich besonders neugierig machte, als ich im Bio-Supermarkt meines Vertrauens beim morgendlichen Milchkauf auf die Weine aus La Sapata stieß, aus dem rumänischen Donaudelta… » Weiterlesen…

Heinzelwein-Dreier für den September 2021: Ein letztes Sommer-Vivace im Glas, ein letzter Blick zurück aufs unendliche Blau am Meer

Jedes Jahr passiert er immer wieder ganz plötzlich, und unerwartet, dieser Wechsel von langen, hellen, warmen Sommerabenden zu kühlem, dunklem Herbst. Jeder einzelne Sonnenstrahl während des Tages scheint nun nicht mehr anstrengend, sondern eine Wohltat, die es auszukosten gilt. Der September ist ein langer, stiller Abschied vom Sommer und allem, was er mit sich bringt. » Weiterlesen…