Heinzelwein-Dreier für den April 2021: Wilde Weine und Fromages Sauvages

Es ist wie beim Wein: ein lebendiger Wein, das ist ein Wein aus gutem Boden. Was ist ein guter Boden? Ein lebendiger Boden, der sich dank unzähliger Lebewesen in und um ihn kontinuierlich erneuert. Beim Heinzelwein-Dreier geht es eigentlich immer um “wilde” Weine voller Leben, aber heute ganz besonders, passend zu Ostern und dem zur Zeit allgegenwärtigen Gedanken um Leben und Tod, möchte ich Euch diese zwei Weißen vom Rhein ans große Weinherz legen. » Weiterlesen…

Heinzelwein-Dreier für den Dezember 2020: On- und Offline-Weihnachtsfeierbegleiter aus Spanien und vom Petersberg, dazu Stoff für Herz und Hirn aus Irland

Ich spare mir jetzt mal die Jahresendsprüche, weil sich ja sowieso nicht alles schlagartig mit dem Silvester-Glockenschlag und einer neuen Jahreszahl ändern wird. Wir haben es so weit geschafft durch all die Widerwärtigkeit und Ungewissheit, also werden wir es hoffentlich alle zusammen auch weiter schaffen. Und ja, es ist nicht einfach, und nicht zusammensitzen zu können, nicht zusammen essen, trinken, reden, lachen, weinen – das ist schwierig. Trotzdem braucht Ihr, brauchen wir, Weihnachtsfeierwein! » Weiterlesen…

Heinzelwein-Dreier für den August 2020: Zwei weiße Balkon-Burgunder und Gedanken zum Leben und der Welt mit Carolyn Steel

Dies ist der Sommer der Ausflüge in die Umgebung, der Picknicks im Park, vor allem aber, in meinem Fall, der langen Abende auf dem Balkon. Als sei ich all die letzten Jahre auf Vorrat gereist, zieht es mich im Moment so überhaupt gar nicht in die Welt hinaus, sondern zu Geranie, Clematis und Spatzenkrakeel, mit Blick auf eine große Pappel, ein Stück Himmel über Berlin, die blinkende Spitze des Fernsehturms und, spätabends, die flattrigen Runden zweier Fledermäuse. Ich habe Kabeljau in Neufundland, braunen Käse auf den Lofoten und Croissants am Hafen von Marseille aus vollem Herzen genossen – doch im Moment ist mein Balkon für mich der schönste Speisesaal. » Weiterlesen…

Heinzelwein-Dreier für den Juni 2020: Zweimal weiß und trocken und ein Gedanke zum “Leicht haben” von Katharina Hacker

Es hört nicht auf… die Welt liegt im Argen, all der viel zu lange unter den Teppich gekehrte Dreck quillt uns entgegen. Nein, ich bin nicht plötzlich zur Pessimistin mutiert, finde es aber wirklich schwierig angesichts der gegenwärtigen Nachrichten noch klare Gedanken zu fassen. Um so wichtiger, es dennoch zu tun (James Baldwin bleibt leider immer weiter hochaktuell). Und gut zu trinken, statt vor Verzweiflung einfach zu saufen. Deshalb hier zwei gute trockene Weißweine, nämlich Huxelrebe von Alexander Gysler (den kennt Ihr schon vom PetNat letzten Monat) und Müller-Thurgau vom Weingut Clauß in Nack am Hochrhein, eine der südlichsten Ecken Badens, zwischen Zürich und Schaffhausen. » Weiterlesen…

Heinzelwein-Dreier, eigentlich ein Vierer, für den Mai 2020: Trüb und heiter zugleich, aus Rheinhessen, Japan, Island und Frankreich.

Wie geht es Euch? Bei Heinzelcheese wird viel gekocht, noch mehr getrunken, zwischendurch geschrieben und gelesen, und die Stimmung ist so wechselhaft wie das im letzten Moment zu Höchstform auflaufende Aprilwetter. Von sehr grau und trüb bis richtiggehend beglückt, aus meist winzigen Anlässen. » Weiterlesen…

Heinzelwein-Dreier im April 2020: Back to the Basics. Zuhausebleiben. Mit Riesling, Rosé und Oliver Sacks in New York

Ich bin neulich nach dem Einfluß der Coronakrise auf meinen Weinkonsum gefragt worden. Mußte einen Moment nachdenken, um dann ganz ehrlich zu antworten, daß sich da für mich persönlich nicht so wahnsinnig viel verändert hat, abgesehen davon, daß im Moment eben erstmal Zuhausebleiben statt Messen, Konferenzen und Vor-Ort-Recherche angesagt ist. Allerdings merke ich – und mich würde natürlich interessieren, wie es Euch in dieser Beziehung geht – daß ich tendenziell eher zu solide, verläßlich Unaufgeregtem greife, wahrscheinlich weil Alltag, Normalität und Routine sich gerade so rar machen, soviel Anderes neu gedacht, formiert und strukturiert werden muß. Deshalb gibt es in diesem Heinzelwein-Dreier zwei “einfache” Weine – back to the basics. » Weiterlesen…

Heinzelcheesetalk #70: Biodynamisch – was heißt das eigentlich? Wir haben es ergründet. Auf dem Käsebrett und vor allem auch im Weinglas, zusammen mit dem rheinhessischen Demeter-Winzer Alexander Gysler am Freitag, 28. Februar 2020

Hurra! Alexander Gysler vom gleichnamigen Weingut in Weinheim bei Alzey kommt nach Berlin, er bringt Wein mit – und ich organisiere dazu Käse, die ebenso nach biodynamischen Grundsätzen entstanden sind, wie sie beim Weingut Gysler gelten. Aber was bedeutet das eigentlich? Super-Bio? Spinnerei? Kuhhörner vergraben bei Mondenschein? Und: wie macht es sich bemerkbar? Kann man das schmecken? » Weiterlesen…

Heinzelwein-Dreier im September 2019: Traminer-Herbstlust und Gedanken zum Älterwerden mit Susan Sontag

Ich lese gerade viel zum Thema Demenz und beschäftige mich mit dem Älterwerden – wahrscheinlich eine Reaktion auf die trotz mittäglich hochsommerlicher Temperaturen deutlich kürzer werdenden Tage und kühleren Nächte. Der Herbst naht; und es gibt für mich kaum einen Wein, der so sehr in den Übergang zwischen Sommer und Winter paßt wie der Traminer mit seinen lebhaften, aber in ihrer rauchigen Intensität auch beinahe melancholischen Aromen. » Weiterlesen…

HeinzelCheeseTalk zum Zwölften: Alpenkäse und Scharlachbergwein, Freitag, 27. März 2015

So viele Käse, so viele Weine, so viel Interesse Eurerseits. Deshalb haben wir mal ein bißchen kürzer getaktet in HeinzelCheeseTalk-Land. Und ja, Ihr habt richtig gelesen: es gab Scharlachberg! Das ist nämlich keinesfalls nur ein leicht abgewirtschafteter Weinbrand – sondern auch und eigentlich ein großartiger Weinberg bei Bingen am Rhein.
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