Der Käse des Monats für den September 2020 ist: Mahón!

Um es gleich vorwegzunehmen: diesen Käse, in dieser Qualität, gibt es nicht an jeder Straßenecke. Aber erstens seid Ihr diese Art von Kummer schließlich gewöhnt, zweitens war der Comté vom letzten Monat um so besser erhältlich, und drittens lest Ihr diesen Blog ja, weil Ihr von Neuem erfahren wollt! Also: Mahón. » Weiterlesen…

Heinzelcheesetalk #72: Ziegen. Käse. In allen Formen. Freitag, 4. September 2020

Nach dem erfolgreichen ersten Test-Run Mitte August ging es gleich weiter – schließlich besteht Aufholbedarf! Und ich wußte: es muß um Ziegenkäse gehen. Vielleicht war es die Erinnerung an meinen Besuch bei Sabine Ferrari im Juli letzten Jahres, die Fahrt durch die lavendelduftende Provence in brütender Hitze, um endlich zu begreifen, was es mit dem Banon tatsächlich auf sich hat. Oder die Aussicht auf einige Käse von Sabine Jürss, die in Münster die großartige Milch ihrer Scellebelle-Ziegen zu kleinen Schmuckstücken verarbeitet. Oder oder oder… » Weiterlesen…

Heinzelcheesetalk #71: Quarantänefreier Ausflug nach Spanien und Frankreich. 14. August 2020

Was bis jetzt absolut gar nichts geschafft hat, nämlich uns, Euch, mich von unserm Tisch in der Markthalle Neun und dem monatlichen Heinzelcheesetalk rund um Käse (und Wein) abzuhalten: Corona hat’s vollbracht. Denn Treffen ging natürlich gar nicht, die Halle hatte Glück, daß sie den Grundversorgungsbetrieb aufrecht erhalten durfte und konnte und dann auch wieder Gastronomie möglich war. Es war und ist immer noch total verrückt, surreal, für manche aber leider sehr real… Doch dann endlich, nachdem wir gekocht, uns arrangiert, an neue Umgangsformen gewöhnt hatten, trafen wir uns in der Nähe “unseres” Tisches, in krisengerechter, lockerer Aufstellung. » Weiterlesen…

Der Käse für den Monat Juli 2020 ist: Lausitzer vom Hof Schafgarbe, Ogrosen/Brandenburg

Ein knapp handtellergroßer, zweifingerhoher weißer Käse. Rindenlos, auf der Oberfläche lediglich die punktgleichen Abdrücke der Abtropfformen. Ausgesprochen schlicht also, der Lausitzer, den es auch in einer Version mit frischem Bärlauch gibt. Nach Feta-Vorbild reift er bis zu ein Jahr in Lake, und das Salz ist im ersten Moment im Geschmack relativ dominant, wird dann aber von der dichten Würze der Schafsmilch aufgefangen. Ich mag ihn sehr, den unprätentiösen kleinen Kerl: auf dem Käsebrett, einfach so, aber auch mit Tomaten und eigentlich jeder Art von Salat (Wassermelone!) und in Gemüsegerichten. Ich finde ihn aber auch deshalb großartig, weil er Teil eines ganzen Hofgefüges ist, und ich vom Hof Schafgarbe genauso gerne Fleisch und Wurst wie Käse kaufe. » Weiterlesen…

Heinzelcheese kocht #12: Melonensalat mit Feta. 12. Juni 2020

In diesem merkwürdigen Jahr vergeht die Zeit in merkwürdigen, unregelmäßigen Sprüngen. War nicht eben noch Winter? Scheinbar plötzlich sind die Tage lang und hell bis spät in die Nacht, kündigen die Vögel nur wenige Stunden später schon wieder die Sonne an. Nächste Woche ist Sommeranfang! Höchste Zeit also sich darauf auch in der Küche einzustimmen. Deshalb gibt es heute Salat, rot leuchtende Wassermelone mit strahlend weißem Feta. Kürbiskerne und Oliven setzen den Kontrapunkt. Ein Gute-Laune-Essen, das auch an grauen Tagen und Momenten an die erfreulichen Seiten des Lebens erinnert – the crack in everything. » Weiterlesen…

Heinzelcheese kocht #11: Knisperknusperkäsechips. 5. Juni 2020

Gute Nachricht: der nächste “richtige” Heinzelcheesetalk-Termin steht, hurra! Denn Kochen und Backen macht Spaß, ersetzt aber doch auf gar keinen Fall unsere Treffen. Schlechte Nachricht: ist noch ziemlich lange hin, weil ich wenn dann wieder wirklich richtig einsteigen möchte. Deshalb: 14. August. Können wir uns umso länger drauf freuen – und noch ein bißchen weiter in der Küche werkeln. Heute Käse quasi in purezza, als knisperknusprige Chips. Schmecken einfach so (Achtung, Suchtpotenzial), zum Apero-Wein, auf dem Salat, der Suppe, dem Risotto, eigentlich immer und überall. » Weiterlesen…

Heinzelcheese kocht #9: Käsebutter in blaugrün. Zum Grillen, Würzen, und einfach so. 22. Mai 2020

Mai – der Monat mit den vielen Feiertagen. Die ja im Moment eher schwer von den “normalen” abzugrenzen sind. In meinem Fall erkenne ich sie daran, daß die Baustelle vor dem Fenster als frühmorgendliche Weckfunktion ausfällt und den Vögeln einen Solo-Auftritt erlaubt. Für viele von Euch winkt vielleicht bei dem schönen Wetter der Grill. Und da der Mai auch der Monat der Butter ist, weil zumindest glückliche Kühe wieder frisches Gras fressen, kochen wir heute nicht wirklich, sondern machen Käsebutter. » Weiterlesen…

Heinzelcheese kocht #8: Käse-Toastbrot. 15. Mai 2020

Ich saß vorgestern mit einem Flat White in der Sonne, aus der offenen Tür des Coffeshops klang Musik, mischte sich mit dem Geräusch des an der Kaffeemaschine hantierenden Barista und dem Gespräch eines Paares auf der Bank gegenüber… Ich blinzelte in die Sonne und war glücklich. Das Leben schien wieder in Ordnung, normal. Ok, Mundschutz, Pappbecher, Abstand und so. Aber trotzdem, ein Anfang. Und ab heute dann: Restaurants! Essen gehen!! Das muß gefeiert werden. Mit Käse-Toastbrot. Kein Cheese-Sandwich, sondern Brot mit Käse drin, zum Toasten – was Ihr dann noch drauf packt, bleibt Euch überlassen, ich mags pur. » Weiterlesen…

Heinzelcheese kocht #7: Duftende Käsekrapfen. 8. Mai 2020

Meine Küche duftet, nach Käse – und nach Provence, und nach Indien! Draußen zwitschern die Vögel sich schier die Kehle aus dem gefiederten Leibe vor Lebenslust, und irgendwie scheint im Moment alles auf voran und aufwärts gepolt zu sein. Ich hoffe, auch Ihr seht Licht am wenn auch noch recht fernen, zögernden Horizont. Backt Käsekrapfen! Die essen sich wunderbar einfach so, zum Salat, mit Wein aller Art, lassen sich mit Kräuterquark und Hummus füllen, auf dem Balkon oder beim Picknick am See genießen (auch einfrieren und aufbacken – aber dazu wird es kaum kommen). » Weiterlesen…

Der Käse für den Monat Mai 2020 ist: das Weichkäse-Dreigestirn der Domäne Fredeburg in Schleswig-Holstein

Vielleicht liegt es am unterschwellig stets präsenten Krisen-Psycho-Streß, vielleicht ist es einfach nur Zufall, oder auch Mangel an Planung auf Heinzelcheese-Seite: Ich lege Euch schon wieder Weiches ans große Käseherz, und statt einem auch gleich drei. Pirschbachbrie, Domänenländer und Domowoj von der Domäne Fredeburg sind einfach so gut, und es gibt so wenige Käse dieser Art in verläßlicher Qualität und Menge hierzulande. » Weiterlesen…