The cheese of the month for June 2020 is: Grisette from Ziegenhof Scellebelle in Münster/Westphalia

“I’m so glad that with the cheese I finally found my life rhythm, and that is easily worth occasionally getting up in the middle of the night.” This sentence has staid with me ever since I heard it from Sabine Jürß. There is so much in there. That you need structure to make it through life in a decent way. That it can take a while until you find the right structure. That it’s ok to go your own ways. Because getting up in the middle of the night also implies no or very little social life with regular 8 to 5/Monday through Friday people. Instead: sixty goats, a stall at the farmers market and French style cheese, like the Grisette, a small charcoal-coated lactic wheel. » Weiterlesen…

Heinzelwein-Dreier für den Juni 2020: Zweimal weiß und trocken und ein Gedanke zum “Leicht haben” von Katharina Hacker

Es hört nicht auf… die Welt liegt im Argen, all der viel zu lange unter den Teppich gekehrte Dreck quillt uns entgegen. Nein, ich bin nicht plötzlich zur Pessimistin mutiert, finde es aber wirklich schwierig angesichts der gegenwärtigen Nachrichten noch klare Gedanken zu fassen. Um so wichtiger, es dennoch zu tun (James Baldwin bleibt leider immer weiter hochaktuell). Und gut zu trinken, statt vor Verzweiflung einfach zu saufen. Deshalb hier zwei gute trockene Weißweine, nämlich Huxelrebe von Alexander Gysler (den kennt Ihr schon vom PetNat letzten Monat) und Müller-Thurgau vom Weingut Clauß in Nack am Hochrhein, eine der südlichsten Ecken Badens, zwischen Zürich und Schaffhausen. » Weiterlesen…

Der Käse für den Monat Juni 2020 ist: Grisette vom Ziegenhof Scellebelle in Münster/Westfalen

“Ich bin so froh, mit dem Käse endlich einen guten Lebensrhythmus gefunden zu haben, dafür stehe ich auch gerne mal mitten in der Nacht auf.” Dieser Satz von Sabine Jürß geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Es steckt soviel darin. Daß es Struktur braucht, um gut durchs Leben zu kommen. Daß es lange dauern kann, bis frau zur passenden Struktur findet. Daß es ok ist, sein eigenes Ding zu machen. Denn mitten in der Nacht aufstehen, das bedeutet auch kein oder sehr wenig “normales” Sozialleben mit 8-17h/Montag-Freitag-Menschen. Stattdessen: sechzig Ziegen, ein Marktstand und Käse nach französischem Vorbild, wie die Grisette, ein kleiner geaschter Frischkäsetaler. » Weiterlesen…

Heinzelcheese kocht #10: Ziegenkäsequarktaschen. 29. Mai 2020

Krise hin, Krise her: das Wetter ist sooo schön! Also: raus, selbstverständlich auf vernünftig distanzierte Art und so. Was heißt: wir brauchen Proviant für die Fahrradtour, das Picknick, den Du-bringst-Flasche-ich-was-zum-Beißen-Apero-Treff in wunderbar grüner Frühlingskulisse. Deshalb ist der im Blätterteig gebackene Camembert, der eigentlich für heute geplant war, zu Quarktaschen mutiert. Und da justameng dann ein (“ziemlich würzig duftendes”, wie mein Zusteller es ausdrückte) Paket von Sabine Jürss vom Ziegenhof Scellebelle in Münster eintrudelte, wurden es Ziegenkäsequarktaschen. Ist das nicht ein schönes Wort? » Weiterlesen…

Heinzelcheese kocht #9: Käsebutter in blaugrün. Zum Grillen, Würzen, und einfach so. 22. Mai 2020

Mai – der Monat mit den vielen Feiertagen. Die ja im Moment eher schwer von den “normalen” abzugrenzen sind. In meinem Fall erkenne ich sie daran, daß die Baustelle vor dem Fenster als frühmorgendliche Weckfunktion ausfällt und den Vögeln einen Solo-Auftritt erlaubt. Für viele von Euch winkt vielleicht bei dem schönen Wetter der Grill. Und da der Mai auch der Monat der Butter ist, weil zumindest glückliche Kühe wieder frisches Gras fressen, kochen wir heute nicht wirklich, sondern machen Käsebutter. » Weiterlesen…

Heinzelcheese kocht #8: Käse-Toastbrot. 15. Mai 2020

Ich saß vorgestern mit einem Flat White in der Sonne, aus der offenen Tür des Coffeshops klang Musik, mischte sich mit dem Geräusch des an der Kaffeemaschine hantierenden Barista und dem Gespräch eines Paares auf der Bank gegenüber… Ich blinzelte in die Sonne und war glücklich. Das Leben schien wieder in Ordnung, normal. Ok, Mundschutz, Pappbecher, Abstand und so. Aber trotzdem, ein Anfang. Und ab heute dann: Restaurants! Essen gehen!! Das muß gefeiert werden. Mit Käse-Toastbrot. Kein Cheese-Sandwich, sondern Brot mit Käse drin, zum Toasten – was Ihr dann noch drauf packt, bleibt Euch überlassen, ich mags pur. » Weiterlesen…

Heinzelcheese kocht #7: Duftende Käsekrapfen. 8. Mai 2020

Meine Küche duftet, nach Käse – und nach Provence, und nach Indien! Draußen zwitschern die Vögel sich schier die Kehle aus dem gefiederten Leibe vor Lebenslust, und irgendwie scheint im Moment alles auf voran und aufwärts gepolt zu sein. Ich hoffe, auch Ihr seht Licht am wenn auch noch recht fernen, zögernden Horizont. Backt Käsekrapfen! Die essen sich wunderbar einfach so, zum Salat, mit Wein aller Art, lassen sich mit Kräuterquark und Hummus füllen, auf dem Balkon oder beim Picknick am See genießen (auch einfrieren und aufbacken – aber dazu wird es kaum kommen). » Weiterlesen…

Heinzelwein-Dreier, eigentlich ein Vierer, für den Mai 2020: Trüb und heiter zugleich, aus Rheinhessen, Japan, Island und Frankreich.

Wie geht es Euch? Bei Heinzelcheese wird viel gekocht, noch mehr getrunken, zwischendurch geschrieben und gelesen, und die Stimmung ist so wechselhaft wie das im letzten Moment zu Höchstform auflaufende Aprilwetter. Von sehr grau und trüb bis richtiggehend beglückt, aus meist winzigen Anlässen. » Weiterlesen…

Heinzelcheese kocht #6: Käse-Eis. In drei Variationen. 1. Mai 2020

Käse-Eis. Kein Witz. Sondern grandios! Also weiterlesen, und ausprobieren. Bringt Süßschmecker und Cheese-Lovers unter einen Käse+Dessert-Hut, und ist so einfach, daß ich es hier für Euch in drei Variationen mache. Ich bin darauf vor langer Zeit in einem englischen Buch mit Rezepten rund um Milch und Sahne gestoßen. Das Original stammt angeblich von Anfang des 19. Jahrhunderts und verwendet Parmesan. Mir gefällt es mit allen möglichen gereiften Hartkäsen, und Ihr könnt natürlich mit allen Arten von Fruchtigem als Begleiter experimentieren; die Chutneys, Honige und Marmeladen, die ich direkt zum puren Käse so gar nicht mag – hier machen sie Sinn! » Weiterlesen…