Sake trifft Käse im November 2020: Zwei Hiyaoroshi, Herbst-Sake

Letztes Mal haben wir einen Sommersake vorgestellt – auch wenn der Corona-bedingt etwas spät dran war. Dieses Mal haben wir gleich zwei saisonale Sake im Glas. Grundsätzlich gibt es drei, manchmal auch vier verschiedene jahreszeitliche Sakes, und der letzte im jährlichen Zyklus, für den Herbst, ist Hiyaoroshi. » Weiterlesen…

Sake trifft Käse im Oktober 2020: Zwei Sake von Tsukasa Botan

Den Auftakt unseres Projekts macht Tsukasa Botan, eine 1603 gegründete Brauerei auf Shikoku. Shikoku, die viertgrößte Hauptinsel Japans, ist nicht gerade bekannt für Sake, und es gibt dort nicht sehr viele Brauereien, aber dafür sind die vielen Fischer bekannt für ihren hohen Pro-Kopf-Verbrauch. Das kommt wiederum unser eigenen Devise ziemlich nahe: Ein Sake ist dann gut, wenn wir die Flasche leeren möchten! » Weiterlesen…

Sake trifft Käse: wir stellen uns vor

Es begann letzten Sommer, in Berlin: Walter Britz, profunder Japan-Kenner, bringt zu einer Party drei halbvolle Flaschen Sommer-Sake mit. Heinzelcheese ist zuerst irritiert – Weinreste, so ein Geizhals! – und dann total begeistert von diesen unpasteurisierten Sakes. Dazu gehört Käse! » Weiterlesen…

Heinzelwein-Dreier für den November 2020: Licht im Glas – und Jazz für Ohren und Seele

Ich denke meistens schon lange vor dem Schreiben darüber nach, was ich Euch hier ans große Weinherz legen soll, und welche Worte oder Töne am besten dazu passen. So war mir schon vor Tagen klar, daß Ihr unbedingt den Yapıncak (Rebsorte, weiß) von Paşaeli (Weingut) aus Tekirdağ am Marmara-Meer (zwischen Schwarzem Meer und Bosporus, also Istanbul) kennenlernen müßt. » Weiterlesen…

Heinzelwein-Dreier für den Oktober 2020: Sanftes Rot, herbes Rot, aus Portugal – und atmen. Mit Rilke.

Der Herbst ist da. Was beruhigend ist, weil anscheinend manche, wenige Dinge doch noch einigermaßen nach Plan laufen. Die Sonne ist sanfter, das Licht wärmer und mein Rosé-Durst gedämpft. Klischee-Auftakt, ich weiß… aber keine Angst, ich komm Euch nachher nicht mit dem “Herbsttag”, denn dieser Sommer war nicht “sehr groß”. Aber das stete Verändern, und ganz besonders dieser Übergang von Fülle bis Unerträglichkeit des Sommers zur sanften Melancholie des Herbsts sind für mich… ja, was? Tiefer Grund zur Freude, zu einem einzigen großen Lächeln, außen, innen – da habt Ihr es: nicht nur Klischee, sondern auch noch sentimental. Mach’nen Punkt, Lady! Ok, Ihr habt ja recht, und Wein kommt. Aus Portugal. » Weiterlesen…

Heinzelwein-Dreier für den September 2020: Rhein, Riesling und Gedanken über Veränderung von Jhumpa Lahiri

Ich war gerade am Rhein, mitten im Rheingau, auf und am Johannisberg. Eine Reise, sehr kurz und sehr ungewohnt nach der langen Zeit zuhause. Die Weine hatten es verdient – dazu gleich mehr – und sie haben mich zum Nachdenken gebracht. Die Anfänge von Schloß Johannisberg liegen 1200 Jahre zurück. Was steckt hinter langfristigem Erfolg, der sich ja auch übersetzt in Fortbestand, Nicht-Untergehen, Sein? Die gängige Antwort auf diese Frage lautet: eine Vision. Was ist das? Die Vorstellung von Veränderung. Jetzt ist es so, doch es könnte, kann, sollte anders sein – um trotzdem, gerade aus diesem Grund gleich zu bleiben… » Weiterlesen…

Heinzelwein-Dreier für den August 2020: Zwei weiße Balkon-Burgunder und Gedanken zum Leben und der Welt mit Carolyn Steel

Dies ist der Sommer der Ausflüge in die Umgebung, der Picknicks im Park, vor allem aber, in meinem Fall, der langen Abende auf dem Balkon. Als sei ich all die letzten Jahre auf Vorrat gereist, zieht es mich im Moment so überhaupt gar nicht in die Welt hinaus, sondern zu Geranie, Clematis und Spatzenkrakeel, mit Blick auf eine große Pappel, ein Stück Himmel über Berlin, die blinkende Spitze des Fernsehturms und, spätabends, die flattrigen Runden zweier Fledermäuse. Ich habe Kabeljau in Neufundland, braunen Käse auf den Lofoten und Croissants am Hafen von Marseille aus vollem Herzen genossen – doch im Moment ist mein Balkon für mich der schönste Speisesaal. » Weiterlesen…

Heinzelwein-Dreier für den Juli 2020: Schwarz und weiß – und Rosé.

Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber mein Weinkonsum ist nach wie vor auf Corona-Niveau, und meine Grundstimmung nach wie vor auf Alarm – jeden Morgen auf eine neue Hiobsbotschaft vorbereitet, sei sie nun gesellschaftlicher, politischer, wirtschaftlicher oder gesundheitlicher Art… was ja aber letztendlich alles eins ist. Gleichzeitig, oder vielleicht gerade deswegen, gibt es intensiv schöne Momente. Zu denen wiederum häufig der Wein gehört, des Abends, auf dem Balkon, und zur Zeit, nicht sehr originell, sehr sehr gerne Rosé. » Weiterlesen…

Heinzelwein-Dreier für den Juni 2020: Zweimal weiß und trocken und ein Gedanke zum “Leicht haben” von Katharina Hacker

Es hört nicht auf… die Welt liegt im Argen, all der viel zu lange unter den Teppich gekehrte Dreck quillt uns entgegen. Nein, ich bin nicht plötzlich zur Pessimistin mutiert, finde es aber wirklich schwierig angesichts der gegenwärtigen Nachrichten noch klare Gedanken zu fassen. Um so wichtiger, es dennoch zu tun (James Baldwin bleibt leider immer weiter hochaktuell). Und gut zu trinken, statt vor Verzweiflung einfach zu saufen. Deshalb hier zwei gute trockene Weißweine, nämlich Huxelrebe von Alexander Gysler (den kennt Ihr schon vom PetNat letzten Monat) und Müller-Thurgau vom Weingut Clauß in Nack am Hochrhein, eine der südlichsten Ecken Badens, zwischen Zürich und Schaffhausen. » Weiterlesen…

Heinzelwein-Dreier, eigentlich ein Vierer, für den Mai 2020: Trüb und heiter zugleich, aus Rheinhessen, Japan, Island und Frankreich.

Wie geht es Euch? Bei Heinzelcheese wird viel gekocht, noch mehr getrunken, zwischendurch geschrieben und gelesen, und die Stimmung ist so wechselhaft wie das im letzten Moment zu Höchstform auflaufende Aprilwetter. Von sehr grau und trüb bis richtiggehend beglückt, aus meist winzigen Anlässen. » Weiterlesen…