HeinzelcheeseLetter für den Mai 2026: Tres Leches aus Uruguay, Weisswein aus Madrid und turophiler Lesestoff

Reisen bedeutet für mich Jagen und Sammeln, nämlich Stoff, Einblicke, Erkenntnisse. Zusammenhänge begreifen, Perspektiven anderer verstehen oder auch überhaupt erst erkennen und dadurch die eigenen überdenken, relativieren, neu tarieren. Was heißt: beobachten, fragen, zuhören. Was sprachlich nicht immer ganz einfach ist, selbst mit moderner Technologie. » Weiterlesen…

HeinzelcheeseLetter für den April 2026: junger Käse aka Oida Topfen, gereifte, frische Bubbles und der Kreislauf des Lebens von Primo Levi (und Gruyère!)

Lange Überschrift kurz gefasst: Frühling. Ostern. Selbst hier im über den Winter oft so grauen Berlin sprießt überall frisches Grün, zucken die Mundwinkel nach oben, glätten sich die Stirnfalten, steigt die allgemeine Toleranz wieder spürbar. A propos Toleranz: auch wenn ich von manchen KollegInnen der schreibenden und podcastenden Zunft höre, „niemand“ interessiere sich für irgendetwas jenseits des weithin erhältlichen Mainstreams – mein Grundprinzip bleibt die Horizonterweiterung. » Weiterlesen…

HeinzelcheeseLetter für den März 2026: Roter Milan und roter Tannat aus Uruguay, immer wieder neue Ringe des Lebens

Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn…

Das stammt natürlich nicht von mir, sondern aus dem Ersten Buch vom Mönchischem Leben des höchst erstaunlichen Dichters Rainer Maria Rilke. 1875 in Prag geboren lebte er ganze fünf Jahrzehnte, europaweit, versuchte Fuß zu fassen, sich an einem Ring zu halten, um sich dann doch mit dem nächsten konfrontiert zu sehen. Stellte mehr Fragen als Antworten zu finden, war sich bewusst, dass beileibe nicht alles bewusst zu erfassen ist – und brachte das in Versen zum Ausdruck, die sich ganz offen zu schwärmender Romantik und Melancholie bekennen. Ihr merkt: mir gefällt das. Nicht zuletzt auch, weil Rilke sehr einfühlsam auch Geschmack und Duft in Worte fasst, Rosen, Äpfel. Für mich ist sein Werk in vieler Hinsicht ein perfektes Gegenmittel zu KI. » Weiterlesen…

HeinzelcheeseLetter für den Februar 2026: Alter Käse und Orangenwein gegen das Wintergrau

Februar – und ja, der tendiert zu grau und feucht, besonders hier in Berlin. Ist einfach so, jammern nützt und ändert da nüscht und nix. Viel bessere Strategie: gute Gegenmittel! Daher hier seelenstreichelnder, mundwinkelhebender Käse und ein Wein, der allein schon durch sein Leuchten für Wärme und Wohlsein sorgt. » Weiterlesen…

HeinzelcheeseLetter für den Januar 2026: Gruyère und Palomino, bodenständige Trendsetter

Ich spar mir jetzt mal das Gutesneues etc. – dass Euch meine allerbesten Wünsche begleiten, wisst Ihr. Möge sich 2026 freundlich zeigen… Ich hab es jedenfalls bereits ziemlich vollgestopft mit Käsereiseplänen, nicht zuletzt um Euch möglichst viel O-Ton berichten zu können und neue Käse aufs HeinzelcheeseTalk-Brettchen zu legen. Hier und heute beginnen wir das Jahr mit Grundsolidem (und weithin erhältlich!): Gruyère. » Weiterlesen…