Goodbye Peter Klann

Peter Klann, Bäcker extraordinaire,  ist am 28. März nach langer Krankheit gestorben. Ich habe diesen außergewöhnlichen und dabei so zurückhaltenden, feinfühligen Menschen im Frühjahr 2002 kennengelernt, als ich an einem Artikel für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung zum Thema Öl arbeitete. Von einer Slow Food-Messe hatte ich einen Flyer der Soluna-Ölmühle in Ringenwalde bei Berlin mitgebracht und rief dort an, um ein Treffen zu vereinbaren. Es gebe nicht viel zu sehen, sagte mir die Stimme am anderen Ende, aber wenn ich drauf bestünde… Peter holte mich am Bahnhof in Angermünde ab und erzählte mir auf der kurzen Fahrt, er produziere zwar zur Zeit Öl, aber eigentlich sei Brot sein Seelenthema. » Weiterlesen…

2009 Haart Riesling Goldtröpfchen GG und Crottin

Das große Amphitheater der Piesporter Weinberge fängt die Sonne wie ein Riesen-Parabol-Spiegel ein. Daß diese Weine keine dünnen Säuerlinge sind, so lange sich der Winzer nicht total blöd anstellt oder ihm das Wetter einen kompletten Strich durch die Weinbergsrechnung macht, leuchtet ein. Besonders aus der Lage Goldtröpfchen bringt das eine opulente Kremigkeit ins Glas, die superreife schwarze Johannisbeeren und Pfirsichmousse erinnert.  » Weiterlesen…

2009 Höhenflug Merlot und Cheddar

Es soll ja Menschen geben, die schon vor dem großartigen Wein-Roadmovie Sideways keinen Merlot getrunken haben. Zuviel süße Frucht, zuwenig ernsthafte Struktur… Aber hey, erstens ist der arme Kerl inzwischen genug gedisst worden, und zweitens gibt es (Achtung, es folgt eine Binsenwahrheit, muß am Wetter liegen – es fängt gerade wieder an zu schneien) selbst unter den furchtbarsten Langeweilern ein paar spannende Typen. » Weiterlesen…

Cheese Slices – die verrückte Welt des Films

Der Käsehändler Will Studd ist durch und durch britisch, lebt aber seit langem in Australien. Ich habe ihn auf der Slow Food Cheese in Bra/Piemont kennengelernt – wo sonst? Er hatte einige spannende Käse aus Australien mitgebracht (wo die Industrie mindestens genauso tüchtig und gut darin ist, quadratisch-praktisch-langweiligen „Plastik“käse zu produzieren wie hier in Deutschland).  » Weiterlesen…

Der Käse des Monats März 2013: Nieheimer von Maria Pott

Karneval und lustiges Jeckentum gehören nicht zu meiner Welt, und die Zeit nach Aschermittwoch paßt viel besser zum winterlichen Grau, das sich in Berlin meist zuverlässig bis weit in den März hinein hält. Diese Stimmung paßt leider auch zu meinem Käse des Monats März. Denn traurigerweise ist dies ein Nachruf auf einen echten Charakterdarsteller der deutschen Käseszene, den Nieheimer von Maria Pott. » Weiterlesen…