Cheese Berlin, das heißt alljährlich auch zwei ganz besondere HeinzelcheeseTalks am Samstag vor dem großen Markt und Fest am Sonntag. Ganz besonders bedeutet: mit O-Ton, von den KäsemacherInnen selbst, meinerseits lediglich mit Kommentaren (und im Weinglas) begleitet. Dieses Jahr: Ur-Käse und Ur-uguay.
Um 13h ergründen wir mit Anton (macht Ke:s) Sutterlüty und Luise Tiemann (Archäologin), wie wohl der Ur-Käse vor rund 7000 Jahren ausgesehen und geschmeckt haben könnte. Ja, tatsächlich, die beiden haben wochenlang mit nachgebildeten Käseformen experimentiert, zusätzlich zu den Versuchen mit kleineren, weichen Käsen, die Anton im Bregenzerwald seit Jahren anstellt. Ich hab sie im August auf dem Rehenberg, oberhalb von Egg besucht und bin selbst sehr gespannt auf die Ergebnisse. Dazu gibt es, auf Empfehlung von Anton, Weine von der Schödl Family aus dem österreichischen Weinviertel; die drei Geschwister suchen gleichermaßen den Weg zurück zu den Wurzeln. Tickets gibt es hier – das funktioniert also ein bißchen anders als die regulären Veranstaltungen an unserem Stammtisch (und findet in der Kantine Zukunft am Eingang Eisenbahnstraße statt!).



Um 16h dann eine weitere Sternstunde: wir tauchen zusammen mit Martín Rosberg, Natural Cheesemaker par excellence aus Uruguay, in die handwerkliche Käseszene seiner Heimat ein. Ich war ja im Frühjahr dort und sehr begeistert, wie sich in diesem vor allem für Gauchos und Mate bekannten kleinen Land im industriellen Kontext der wirtschaftlich sehr bedeutenden Milchwirtschaft eine Gegenbewegung formiert, die teils deutlich radikaler ist als alles, was ich hierzulande hier in der Käseszene kenne. Ich hab natürlich darüber geschrieben (siehe unten), aber Martín kann das noch viel besser darstellen – und live zuhören und schmecken toppt sowieso jegliche Lektüre ;) Dazu gibt es Spitzenwein aus Uruguay, (¡claro!), nämlich Tannat und Albariño der Familie Deicas, UND den einzigen Tannat aus Deutschland, den uns Florian Feth aus Rheinhessen persönlich präsentiert. Wenn Ihr dabei sein möchtet: hier gibt es Tickets (auf englisch, aber ich kann auch ein bißchen übersetzen).



Hier also mein Artikel zur Käseszene Uruguays aus der aktuellen Effilee (wo ich auch über das Weinverkosten im Dunkeln geschrieben habe – aber das ist eine andere Geschichte):
Ich freue mich wie immer sehr auf Euch, und auf die Cheese, und überhaupt – es gilt, sich soviel wie möglich zu freuen, angesichts der Weltlage. Bis bald!





