Das ist Florence, der Star des diesjährigen Cheese-Plakats. Großartig cremig schmelzender Ziegenkäse, der (jedenfalls für mich) jeden Brillat-Savarin in den Schatten stellt. Von Karditsel aus Belgien, die mit einer ganzen Reihe wunderbarer Käse aufzuwarten haben. Florence gibt es (in Berlin) in der Markthalle Neun (Überraschung Überraschung ;) – und um ihr so richtig zu begegnen, mit Duft und Schmelz und so, müsst Ihr am Samstag, den 7. November kommen, zum Alte Milch-Käsestand. Wo Euch Matthias und Florence (!) empfangen. Die haben nämlich am Sonntag zur Cheese Berlin so viele KäsemacherInnen persönlich am Start, dass selbst Florence (also, der Käse) Platz machen muss.


Macht aber nichts, denn am Samstag gibts auch schon einiges an besonderem Käse – und vielleicht erwischt Ihr ja noch ein Ticket für die Spezial-HeinzelcheeseTalks: Um 13h ergründen wir mit Anton (macht Ke:s) und Luise Tiemann (Archäologin), wie wohl der Ur-Käse vor rund 7000 Jahren ausgesehen und geschmeckt haben könnte. Dazu Wein von der Schödl Family aus dem österreichischen Weinviertel, die gleichermaßen zurück zu den Wurzeln möchten und von denen mir der Safari besonders gut gefällt. Tickets gibt es (hoffentlich noch!) hier.
Das Leben ist ja eigentlich eine einzige große Safari (den Wein, eine Orange-Cuvée aus gelbem Muskateller, Grünem Veltliner, Riesling, Weißburgunder, und Welschriesling, gibt es übrigens hier), und erstaunlicherweise haben sich unsere früheren und neueren Vorfahren doch immer wieder durchgeschlagen. Mit Käse, und Wein… Wie ihnen das gelungen ist (und was wir rückblickend eigentlich wieder lernen könnten und sollten), damit hat sich sehr aktiv Trevor Warmedahl in den letzten Jahren beschäftigt. Ihr erinnert Euch vielleicht an ihn, den Milk Trekker, vom letzten Jahr auf der Cheese Berlin.


Dieses Jahr kann er aus visatechnischen Gründen leider nicht bei uns sein, aber sein Buch ist ein beeindruckender, überaus lesenswerter Platzhalter. Cheese Trekking gibt es unter anderem bei Goldhahn und Sampson, die am Cheese-Sonntag ihre einzigartige Kollektion an Käse- und Foodliteratur in der Eisenbahnstraße gleich neben dem Kaffee9 präsentieren. Trevor erkundet die Rand- und Grauzonen der Käsewelt und war unter anderem bei Anton, von dem er schreibt:
„He bridges the gap, the imagined dichotomy between the natural, bucolic, and old, and the artificial, chaotic, and new, and his cheeses do the same. […] they are edible sculptures that display the possibilities of cheeses as food, art, philosophy, and expressions of personality and place, all intertwined.“
Zurück zum Samstag: um 16h gibt es eine weitere HeinzelcheeseTalk-Sternstunde: wir tauchen zusammen mit Martín Rosberg, Natural Cheesemaker par excellence aus Uruguay, in die handwerkliche Käseszene seiner Heimat. Mit Spitzenwein aus Uruguay, (¡claro!), nämlich Tannat und Albariño der Familie Deicas, UND dem einzigen Tannat aus Deutschland, den uns Florian Feth aus Rheinhessen persönlich präsentiert. Wenn Ihr dabei sein möchtet: hier gibt es Tickets.
Und hier ist mein Artikel zur Käseszene Uruguays aus der aktuellen Effilee:
Außer über Uruguay durfte ich dort (in der leider letzten Print-Ausgabe, sehr trauriges Emoji) auch über das wahre Blindverkosten in der Blackbox, den großartigen südmährischen Riesling von Prameny und Käse aus Kroatien schreiben, sowie ein kurzes Interview mit Rob Dunn („Delicious“!). Außerdem könnt Ihr von mir in der jeweils aktuellen Ausgabe der Slow Food (ein Portrait des Weinguts Deppisch in Theilheim/Franken) und der Vinum (Foodpairing Vietnam) lesen…
Aber jetzt erstmal: Cheese!!! Ich freue mich sehr auf Euch. Dieses Wochenende ist immer ein bißchen wie Weihnachten, Ostern und Sommerferien in einem…



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