Der Käse des Monats für den Januar 2022 ist: Quark vom Hof Marienhöhe, Bad Saarow

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Ein neues Jahr. Wahrscheinlich ebenso turbulent wie die beiden vorhergehenden. Um so wichtiger, so fest und stabil wie möglich Bodenkontakt zu halten, im wörtlichen wie übertragenen Sinn. Mir hilft dabei nicht erst seit Anfang dieses weltumspannenden Schlamassels allmorgendlich zum Frühstück Quark vom Hof Marienhöhe, auf möglichst dunklem Brot, ebenfalls mit Bodenkontakt. Um nicht ganz weggerissen zu werden von den Wirren der Ereignisse.

Ich habe über Hof Marienhöhe in Bad Saarow, eine Autostunde südöstlich von Berlin am Scharmützelsee, nicht nur an dieser Stelle schon des öfteren geschrieben. Mehr Bodenkontakt ist kaum möglich, und das kommt in Gemüsen, Salaten und Kräutern, in Milch und Butter, Käse und Quark deutlich zum Ausdruck. Samstags auf dem Chamissoplatz in Kreuzberg bringen die Marienhöher ihre Schätze den Berlinern vor die Haustür, und während ich es vorher nur gelegentlich dorthin geschafft habe, ist dies nun alle zwei Wochen ein festes Ritual.

Hauptzweck: Quark. Also: früh aufstehen, da begehrt. Entsteht aus der rohen, unbehandelten Milch des Harzer Höhenviehs, von Katharina Goldammer ohne große Eingriffe (und ohne abschließendes Glattrühren) in der schmucken, übersichtlichen Hofkäserei erzeugt. Duftet feinsäuerlich, milchig und viel komplexer als alles, was sonst unter diesem Begriff am Markt ist. Und gefällt mir in der mageren, also aus entrahmter Milch, besser als in der Vollmilchvariante. Schmeckt natürlich auch mit Kräutern, Obst, Honig und im Kuchen. Auf daß dieses Jahr uns den Bodenkontakt nicht verlieren lasse!

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