Heinzelcheese kocht #7: Duftende Käsekrapfen. 8. Mai 2020
 
 
Heinzelcheese kocht Käsekrapfen und Buch


Meine Küche duftet, nach Käse – und nach Provence, und nach Indien! Draußen zwitschern die Vögel sich schier die Kehle aus dem gefiederten Leibe vor Lebenslust, und irgendwie scheint im Moment alles auf voran und aufwärts gepolt zu sein. Ich hoffe, auch Ihr seht Licht am wenn auch noch recht fernen, zögernden Horizont. Backt Käsekrapfen! Die essen sich wunderbar einfach so, zum Salat, mit Wein aller Art, lassen sich mit Kräuterquark und Hummus füllen, auf dem Balkon oder beim Picknick am See genießen (auch einfrieren und aufbacken – aber dazu wird es kaum kommen).

Das Ur-Rezept dafür heißt Gougère und kommt aus dem Burgund, und ja, eigentlich sind es keine Krapfen, sondern Windbeutel, aber ich finde „Käsewindbeutel“ kein wirklich schönes Wort – also Käsekrapfen. Mit Comté (für die Berliner: Maître Philippe hat großartigen Stoff), aber Ihr wäret keine Heinzelcheesetalker, wenn Ihr nicht mit anderen Sorten experimentieren würdet. Außerdem habe ich den Teig vollkommen Freestylemit einem Löffel Gewürze gedopt. Mama Spice ist ein neues Projekt meiner in Marseille lebenden indischen Freundin Devaky Sivadasan. Ihre Geschichte ist eine lange, und spannende, hier nur soviel: sie mischt Gewürze auf eine wirklich außergewöhnliche Art, verbindet die Traditionen ihrer alten Heimat Kerala mit denen ihrer neuen, der Provence. In diesem Fall sind es unter anderem Fenchel, Kreuzkümmel, Kurkuma, Jalapeño und Senf.

Sorry, daß ich Euch davon vorschwärme, aber erstens hoffe ich, Euch Devaky irgendwann persönlich vorstellen zu können, und zweitens fahrt Ihr ja vielleicht doch irgendwann wieder in Richtung Marseille, und drittens geht Ihr jetzt an Euren Küchenschrank und sucht nach Fenchelsamen, Kreuzkümmel und Kurkuma, und vielleicht fällt Euch dabei noch etwas ganz anderes in die Hände, röstet das in der trockenen Pfanne, zerreibt es im Mörser – und schon duftet es in Eurer Küche nach Eurer eigenen Gewürzmischung. Und dann, jetzt: Käsekrapfen backen! Hier ist das Rezept, mit Bildern.

Jetzt klingt das „bis hoffentlich bald“ schon beinahe realistisch – hurra. Paßt trotzdem weiter gut auf Euch auf – cheesio, Ihr Lieben.