Der Herbst ist da. Was beruhigend ist, weil anscheinend manche, wenige Dinge doch noch einigermaßen nach Plan laufen. Die Sonne ist sanfter, das Licht wärmer und mein Rosé-Durst gedämpft. Klischee-Auftakt, ich weiß… aber keine Angst, ich komm Euch nachher nicht mit dem “Herbsttag”, denn dieser Sommer war nicht “sehr groß”. Aber das stete Verändern, und ganz besonders dieser Übergang von Fülle bis Unerträglichkeit des Sommers zur sanften Melancholie des Herbsts sind für mich… ja, was? Tiefer Grund zur Freude, zu einem einzigen großen Lächeln, außen, innen – da habt Ihr es: nicht nur Klischee, sondern auch noch sentimental. Mach’nen Punkt, Lady! Ok, Ihr habt ja recht, und Wein kommt. Aus Portugal. Zuerst aber der lang geschuldete Dank an Euch, daß Ihr mich hier einfach so schreiben laßt, wie es mir in Sinn und Seele kommt, unter meist gründlicher Mißachtung journalistischer Grundregeln (Zur Sache kommen! Sechs W’s!) – denn das macht das Schreiben zu einem echten Vergnügen, wie das Freistilkochen, ohne Rezept. Doch jetzt: Wein aus Portugal. Ich hatte beinahe vergessen, wie gut mir der allgemein gefällt… und bin gerade ganz neuverliebt.
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