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Heinzelwein-Dreier für den August 2022: zwei Weiße aus dem Baskenland und Südafrika und Gedanken zur Gewohnheit, von Michel de Montaigne
 
 
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Ich war lange nicht im Baskenland, habe aber wunderbare Erinnerungen an Atlantik und Pyrenäen in den Sommerferien. Wein war damals allerdings noch nicht so richtig Thema, da hat sich viel getan – so wie sich auch die politische Situation nach den Terroranschlägen der ETA glücklicherweise sehr zum Besseren gewendet hat. Der 2019 Tantaka von Juanjo Tellaetxe ist mir diesen Sommer in Cornwall begegnet, ein Txakolin aus dem atlantisch geprägten Alava unmittelbar südlich von Bilbao, aus der heimischen Rebsorte Hondarribi Zuri. Die Tantaka-Geschichte ist ebenso faszinierend wie die baskische Sprache, Juanjo war Priester und Schafhirte, bevor er die Weinberge der Familie übernahm. Sein Tantaka hat eine großartige Frische, aber auch sehr viel Spannung und Kraft; bestens geeignet, um alte, vorgefaßte Gewohnheiten zu überprüfen (siehe unten).

Alte Gewohnheiten und Südafrika… lange Geschichte, die uns allen, leider, nur allzu vertraut ist. Der 2020 Saboteur von Luddite begegnete mir im selben Regal wie der Tantaka, aber als alter Bekannter, Freunde hatten ihn mir vor Jahren aus Kapstadt mitgebracht. Auf dem Etikett steht: Saluez le Saboteur/Made by Luddites/Technology & Mechanization will never be a substitute for passion.