Seit dem Anfang dieser verrückten Zeit treffe ich mich jeden Sonntag abend mit meinen Freunden Nikki und Brandon in Kapstadt zum Skype-Apero auf ein Glas Wein – naja, manchmal werden es zwei. Dank einiger Importeure öffnen wir dabei sogar gelegentlich die gleiche Flasche. Wir sprechen beileibe nicht nur über Wein, ganz im Gegenteil… Aber mir ist die südafrikanische Weinszene deutlich vertrauter geworden. Was für großartige Winzer und Weine es an der südlichen Spitze des afrikanischen Kontinents gibt! Diese so vielfältige Landschaft bietet so viele Überraschungen, und hat weiterhin mit so vielen Problemen zu kämpfen. Wie für die Ahr gilt auch hier: Trinken hilft. Deshalb hier zwei sommerliche Weine vom Kap.
Sauvignon Blanc gehört eigentlich nicht unbedingt zu den Rebsorten, an denen das Heinzelcheese-Herz besonders hängt – aber beim 2018 Sauvignon Blanc von Seven Springs Vineyards ist einfach so viel im Glas, rufen und locken so viel Johannisbeeren aller Farben, Grapefruit von weiß über gelb bis pink, tanzt die Säure so inbrünstig und voller Lebenslust mit all dieser Frucht und einer feinen, herben Note… ja, bitte noch ein Glas!
Der zweite Wein, 2020 Pinot Noir Rosé Haute Cabrière, hat mich auf seine Art ebenso überrascht wie der Sauvignon. Ihr wißt, ich mag Rosé in beinahe all seinen unzähligen Formen (selbst der Portugiese in der bauchigen Flasche kann im richtigen Moment und eiskalt Freude machen), hätte aber diesen eleganten, feinen, dezenten Typus blind sicher nicht nach Südafrika und Franschhoek verortet: zu leicht, zu zart… ach ja, die Schubladen und Vorurteile. Er duftete mit den frischen Erdbeeren im Duett, war angenehm ruhig und beruhigend, und genau das Richtige nach einem langen, anstrengenden Tag.
Welche Käse mir dazu besonders gefallen haben, wo es diese Weine gibt, und was Daniel Kahnemann und das schnelle und langsame Denken damit zu tun hat... dafür müßt einmal klicken und auf heinzelcheese.de weiterlesen. Cheerio Ihr Lieben!
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