Morgens wecken mich die Amseln und Spatzen, ich kann der Minze auf dem Balkon beim Wachsen förmlich zusehen, auf dem Markt gibt es frischen Ziegenkäse und zartes Grün: "meine Seite" unseres Planeten wendet sich ganz eindeutig wieder länger der Sonne zu. Frühling. Trotz all dem Dunklen in der Welt, das sich unserer direkten Beeinflussung auf frustrierende, deprimierende Weise entzieht, gibt es kleine Lichtmomente, Grund zum Lächeln, zur Freude – und das wiederum macht es einem (mir zumindest) einfacher, mit dem Unabänderlichen zurechtzukommen.
Wolkenleichter, strahlend weißer, sehr feiner Ziegenfrischkäse also, in meinem Fall von Cecilia Abel und Daniel Baumgart vom Ziegenhof am Gut Ogrosen in Vetschau im Spreewald – Ihr werdet viele andere Käse dieser Art finden, weil die Tiere wieder mehr Milch geben und die Käser sie schnell verarbeiten und schnell verkaufen möchten. Beinahe noch Quark, und großartig mit all dem frischen Grün, von Brennnesseln über Löwenzahn bis hin zu Schnittlauch und Co, und die ersten Freilandradieschen mit ihren zarten Blättern. Im Glas dazu Weißwein der ähnlich lebhaften, feinen Art, nämlich trockener Müller-Thurgau vom Bodensee (wo die Frühlingssonne schon deutlich früher wärmt als in Berlin ;). Seit ich dort...
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