Mai – der Monat mit den vielen Feiertagen. Die ja im Moment eher schwer von den „normalen“ abzugrenzen sind. In meinem Fall erkenne ich sie daran, daß die Baustelle vor dem Fenster als frühmorgendliche Weckfunktion ausfällt und den Vögeln einen Solo-Auftritt erlaubt. Für viele von Euch winkt vielleicht bei dem schönen Wetter der Grill. Und da der Mai auch der Monat der Butter ist, weil zumindest glückliche Kühe wieder frisches Gras fressen, kochen wir heute nicht wirklich, sondern machen Käsebutter. Funktioniert wie Kräuterbutter, aber eben mit – und jetzt tapfer sein, diejenigen unter Euch, die gewisse Berührungsängste haben, ich kenne Euch – Blauschimmelkäse. Tut nicht weh, sondern wird durch die Butter nicht nur sehr geschmeidig sondern auch eher grün, und die Butter bekommt dadurch eine fantastische zusätzliche Umami-Dimension.
Ich habe drei Variationen gemacht: denn wenn wir nicht in echt reisen können, dann wenigstens mit dem Käse! Mit der an sich schon wunderbar buttrigen Kornblume von der Thise Mejeri stehen wir mit superglücklichen Kühen auf den satten Weiden im Nordwesten Dänemarks, am Limfjord, umgeben von der Nordsee. Die süße Würze des Gorgonzola Dolce beamt uns zu norditalienischen Kühen, an den Alpenrand im Piemont und der Lombardei. Am Fuße der Pyrenäen am Mittelmeer hingegen blöken auf der steinigen Hochebene des Aveyron die Schafe, und in den vielen Schluchten und Höhlen reift der Roquefort. Also: ab in die Küche. Hier ist das Rezept.
Und dann: einfach auf Brot. Aufs Gegrillte – sei es Steak, Burger oder Gemüse. Als letzten Touch in die Kartoffel/Zucchini/Karottensuppe. Aufs Kartoffel- und oder Gemüsegratin. In den Spinat… der Rest fällt Euch selber ein. Cheesio, Ihr Lieben.
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