Pecorino Romano ist mit 20 bis 35 Kilogramm ein echtes Trumm, der größte seiner Art. Und doch ist der römische Schafskäse – denn nichts anderes bedeutet sein Name wörtlich übersetzt – auch ein echter Underdog. Wie oft habt Ihr den harten, bröckligen Kerl schon vom großen, zylinderförmigen Stück gekauft? Genau, ich auch nicht, außer auf Sardinien – vielleicht. Selbst da bin ich mir nicht sicher.
Nun ist es nicht etwa so, daß es von diesem Käse wenig gäbe, er rar sei. Über 34.000 Tonnen sind davon in der letzten Saison produziert worden (zum Vergleich: beim Comté, dem meist produzierten und konsumierten Käse Frankreichs, sind es um die 64.000 Tonnen). Und obgleich davon über 70 Prozent vor allem in die USA exportiert werden, herrscht auch hierzulande kein Mangel. Trotzdem taucht er beinahe ausschließlich als eingeschweißte Ecke unter der Rubrik Reibekäse auf. Schade, denn damit verpassen wir seinen wunderbar vollen, leicht bröckelnden Säure-Salz-Kick…
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