Nach dem Munkeby im November hier nochmals Norwegen, aber ganz anders als der intensiv aromatische, weiche Käse von Zisterzienser-Bruder Joël. Der bezog sich auf die Traditionen des Ordens in Frankreich, während Frode Hindrum und Liese Mathiesen sich von der „weiten Welt“ inspirieren lassen und diese dann auf dem alten Hof von Frodes Familie den norwegischen Bedingungen anpassen. Die Cheddar-Käse der englischsprachigen Welt haben es ihnen ganz besonders angetan, und so entstand der Kjerringklump.
Blättrigsplittrig bröckelnd wie ein Westcombe, Keen oder Montgomery aus Somerset, doch die cheddartypische Säure erst im Nachhall präsent und ruhiger, die fein erdigen, in England häufig an frischen Meerrettich erinnernden Aromen hier runder, eher wie kräftige Wurzelgemüse. Was mich sehr beeindruckt und bei meinem Besuch überraschte: der Kjerringklump reift in Leinen bandagiert, das ist selbst in Somerset die Königsklasse.
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