HeinzelCheeseTalk #43: Die Käsesprechstunde. Freitag, 18. August 2017

Mitten im Sommer. Die einen waren schon ganz weit weg, die anderen fahren vielleicht am Wochenende an einen See. Und alle reden übers Wetter. Wir nicht, wir haben über Käse geredet! Und dabei den Spieß ausnahmsweise mal umgedreht: Ihr habt Käsiges mitgebracht, das Euch schon immer verwundert, befremdet, verwirrt oder einfach begeistert hat und mir dazu Löcher ins Käsehirn gefragt.

Wieso bröckelt dieser, warum läuft jener? Aus welchem Grund kann ein Käse aus Kuhmilch wie einer von der Ziege schmecken? Was ist denn nun eigentlich dieser Schimmel? Oder was auch immer Ihr auf dem Käseherzen hattet…

Es war ein Experiment, aber ich war zuversichtlich, weil Ihr HeinzelCheeseTalker einfach klasse seid. Und um angemessene flüssige Begleitung (und Brot) hatte ich mich natürlich gekümmert!

Und so sprachen wir über Stracciatella aus Apulien, Délice d’Argental, Berliner Quark und Weichkäse aus Jerseymilch, Cabrales, Epoisses und eine milbengereifte Version des Emmentalers, aber auch Bergkäse aus dem Bregenzerwald, extragereiften Appenzeller und alten Sbrinz. Es war eine ganz eigene Stimmung, weil dabei über uns (bzw. der Markthalle) ein Riesengewitter herabkam…

Es gab ausnahmsweise keine Bubbles zum Auftakt, sondern Moselriesling, und wunderbar gereiften Rheingau-Riesling (1998 Spätlese von J.B. Becker :-))), und Heida aus Visperterminen, und Spätburgunder aus Neuseeland und von Aufricht vom Bodensee.

Mir hats gefallen, aber nächstes Mal wird alles wieder „normal“, denn im Moment bin ich in Norwegen, auf den Spuren des Brunost – und zu jedem braunen Käse (denn nichts anderes heißt Brun-ost) gehört ein weißer Käse, und das alles zusammen bringe ich mit für Euch am 8. September. Bis dahin – cheesio.

HeinzelCheeseTalks finden rund einmal im Monat an einem Freitag um 18h in der Markthalle Neun in Berlin-Kreuzberg statt, an dem langen Tisch gegenüber vom Suff-Weinstand. Ich bringe spannende Käse mit, öffne ein paar Flaschen Wein, wir verkosten, reden, diskutieren, alles ganz entspannt (und größtenteils auf deutsch – obgleich wir es im allgemeinen auch schaffen, den einen oder anderen auf englisch “mitzunehmen”). Die Einladung geht etwa zehn Tage vorher an eine Mailingliste, die fünfzehn Plätze am Tisch werden auf Reservierung per Email vergeben, die meinerseits am Montag vor dem HeinzelCheeseTalk schriftlich bestätigt wird. Ich freue mich über einen freiwilligen Kostenbeitrag von zwölf Euro pro Käsegenießer (bar am Ende des Abends), wenn’s extra viel Spaß gemacht hat, dürfen es auch ein oder zwei Euro mehr sein… cheesio!

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